Spricht dein Bauch auch mit dir?

Lesezeit: ca. 3,5 Minuten | Bild von Devanath auf Pixabay |

Wer meint es nicht (vermeintlich) zu kennen! Das berühmt berüchtigte „BAUCHGEFÜHL“. Die meisten von uns haben dieses Bauchgefühl schon mal kennengelernt. Andere kennen es bestimmt. Und wieder anderen ist es vielleicht ganz abhandengekommen und nur noch eine vage Erinnerung aus früheren Zeiten. Unser Bauchgefühl. Einige von uns vertrauen voll und ganz darauf, was ihr Bauch ihnen so mitzuteilen hat. Andere sind eher die Kopfmenschen, die bei allem ganz rational unterwegs sind, abwägen und entscheiden.

So oder ähnlich war es früher auch bei mir. Ich war eher als Kopfmensch unterwegs. Sei es, weil mein Job eher weniger Raum für Emotionalität und Bauchentscheidungen ließ oder, weil Erfahrungen einen gelehrt haben wenig an sich heran zu lassen. Mit rationalen Kopfentscheidungen tat ich mich dennoch immer irgendwie schwer. Es endete meist damit, dass ich überhaupt nicht entscheiden konnte und am Ende immer ganz unglücklich war, dass ich nie zum Ende kam…und schlussendlich auch meistens die Lust verloren hatte, überhaupt zu entscheiden, was ich zu entscheiden hatte.

Das war weniger im Job der Fall, denn hier zählte meist die rationale Entscheidung. Vielmehr tat sich dieses Problem privat auf, denn der Mensch, der im Job tagtäglich meist rationale Entscheidungen treffen musste, war ich privat anscheinend nicht, wie ich immer dachte. Frust und schlechte Laune machte sich breit.

Mein Gehirn führte Selbstgespräche und war so sehr mit sich selbst beschäftigt und damit, dass es keine Entscheidung treffen konnte, dass es völlig vergessen hatte, dass es auch noch einen Bauch gibt, an den es ggf. ja auch mal ein emotionales Signal hätte senden können, je nachdem, was es gerade wahrgenommen hat. Aber Emotionen…? Den Begriff musste mein Gehirn erst einmal googeln als ich anfing mich mit mir, meinem Kopf, meinem Bauch und mit meinen „Emotionen“ auseinanderzusetzen. Und so bekam mein Hirn eine Denksportaufgabe, wie es wohl auf intelligente Art und Weise den Bauch mit einbinden konnte, ohne sich selbst komplett zur Ruhe zu setzen.

Das, womit es sich am meisten schwergetan hatte, war das Loslassen und darauf zu vertrauen, dass es schon eine Entscheidung oder eine Lösung geben würde, ohne sich stunden- oder tagelang in Grübeleien zu verstricken, wenn es nur den Bauch einbinden würde. Der Anfang war schwer und dauerte, weil es dem Bauch nicht so richtig zutraute das hinzubekommen, die richtigen Signale von ihm zu empfangen, woran es selbst häufig gescheitert war…Es lernte langsam, aber stetig, sich zurückzunehmen und abzuwarten, was passierte. Es sagte sich immer wieder „Schlimmer als vorher kann es eh nicht mehr werden. Es dauert eben die Zeit, die es dauert. Sei geduldig“. Und das war schon schwierig genug. Also sendete es Signale, stellte seine Selbstgespräche ein und wartete ab. Und irgendwann machte sich tatsächlich der Bauch bemerkbar.

Die Signale von meinem Gehirn zu meinem Bauch fingen wieder an zu funktionieren!  Je mehr ich wieder auf meinen „Bauch hörte“ (was ja letztendlich nur die emotionalen Signale meines Gehirns waren bzw. sind), umso leichter fielen mir plötzlich auch wieder Entscheidungen. Es gab eine Reaktion im Bauch, die entweder sagte „Lass bloß die Finger davon!“ oder „Hurra! Ich bin dabei, los geht’s! Wann fangen wir endlich an!“. Emotionen, die entweder zur Vorsicht rieten oder Begeisterung und Leidenschaft auslösten.

Bin ich doch emotionaler als ich bisher dachte? War es einfach irgendwo ganz tief vergraben und wartete darauf wieder entdeckt zu werden? Sentimentalitäten hin oder her… Ok…viel emotionaler heißt jetzt nicht, dass ich Gefühlsduselig geworden bin! Das würde weder funktionieren noch würde mir das irgendjemand abnehmen. Es aber einfach mal wieder mehr zuzulassen loszulassen und das Loslassen wieder mehr ins eigene Leben holen, kann eine tolle Bereicherung sein. Das Bauchgefühl kann, wenn der Kopf es zulässt und die Signale in Richtung Bauch sendet, einen manchmal, aufgrund der Leidenschaft und der Begeisterung, die oftmals damit verbunden ist, antreiben über seinen eigenen Schatten zu springen und einfach zu machen.

Kennt ihr das auch? Wieviel Kopf oder Bauch seid ihr? Denkt mal drüber nach und wer „loslässt“ hinterlässt mir einen Kommentar. ,-)

Ich wünsche euch einen sturmfreien und beschwingten Start in die neue Woche!  

In diesem Sinne, i-doitnow

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